Christkindlesmarkt in Roth, klein, beschaulich, gemütlich, stressfrei – ein Markt zum Verweilen

Der Christkindlesmarkt im mittelfränkischen Roth, liegt wunderschön eingebettet in der Rother Altstadt. Ein nicht sehr großer Markt, aber er hat alles was man von einem Weihnachtsmarkt erwartet. Es gibt reichlich zu essen, süß und deftig, je nach Belieben ebenso zu trinken, heiß, kalt, hochprozentig oder einfach nur gegen den Durst. Vor allem aber bietet der Markt Buden mit Kunsthandwerk und traditionellem Handwerk aus dem Rother Umkreis an.

5 malerische Kulisse in der schönen Altstadt

Nachbarschaftsplausch an der Glühweinbude

Und das macht auch die besondere Atmosphäre aus. Schnell bemerkt man, dass sich die Besucher kennen, die sich an den Buden in Gruppen zusammenfinden. fast wie in früheren Zeiten, als man sich zu einem Plausch am Marktplatz traf.

4 der Markt

Die kleinen Märkte punkten mit Spazialitäten

Was mir an den Weihachtsmärkten in unserer Region so besonders gefällt sind die kleinen Überraschungen, die sie zu bieten haben.
So bin ich ohne irgendwelche Erwartungen über den gemütlichen kleinen Markt mitten in der Rother Altstadt geschlendert und hab mir eine Bude nach der anderen angesehen. Hier ein Bratwurstbrötchen, oder wie wir Franken sagen „zwaa oder drei im Weggla“ gekauft, dort einen Glühwein und natürlich noch die gebrannten Mandeln für die „Daheimgebliebenen“.

Weihnachtliches Konzert auf der Marktbühne

Wir lauschten den besinnlich, weihnachtlichen Stücken des Kirchenchores der Neuapostolischen Kirche, der an diesem Nachmittag dort auftrat und mittlerweile fester Bestandteil des Marktprogramms ist.

Alles in allem kamen wir gleich am ersten Montag im Advent so richtig schön in Weihnachtsstimmung. Der Schnee, der das ganze Wochenende über gefallen war steuerte seinen Teil dazu bei.

2 der Chor auf der Bühne

Unscheinbarer Imbisswagen mit Siebenbürger Spezialität

Auf dem Rückweg durch den kleinen Markt kam ich von der Rückseite an einen scheinbar normalen Imbißwagen. Als ich um den Wagen herumging, erkannte ich sofort, dass dies kein, für mich gewöhnlicher Imbißwagen war. An zwei Seiten waren viele kleine Edelstahlrollen angebracht, die teilweise mit Teigteilen umwickelt waren.
Ein Mann in mittelalterlicher Tracht befreite gerade eine verführerisch duftende Rolle aus ihrer Halterung. Seine Frau, ebenfalls in Tracht pries kleine Probierstücke dieser Köstlichkeit an.
Immer mit der Warnung:

„Achtung, ich sag es gleich, jeder der bisher probiert hat hat auch eine Rolle gekauft“

Und sie sollte recht behalten. Jeder Besucher, der vorbei kam folgte der freundlichen Aufforderung und probierte und wirklich jeder der probierte kaufte danach.

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Baumstriezel

Aber was ist nun diese köstliche Verführung, an der niemand vorbeikommt?
Ich lasse mir das ganz genau erklären was es mit dem Leckerbissen auf sich hat.

Der Baumstriezel wird aus einem einfachen Hefeteig zubereitet, der dann in kleinen Portionen eine ganze Zeit lang im Warmen aufgehen muss. Danach werden die einzelnen Portionen zu einem dünnen Teig ausgerollt und um die Eisenrohre gestülpt. Die Rollen werden dann gebacken und sehr heiß mit Zucker und Zimt bestreut verzehrt.

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